Modul 1:
4.-6. Klasse: «Fabrikkinder. Kinderalltag damals und heute»
Vor 150 Jahren befanden sich im Zürcher Oberland zahlreiche Textilfabriken, in denen auch Kinder schuften mussten. Fabrikarbeiterfamilien
waren auf die geringen Löhne ihrer Kinder angewiesen. Im Museum Neuthal, auf dem Areal einer ehemaligen Spinnerei von 1827, tauchen die
Schüler/innen in das Leben der Fabrikkinder im 19. Jahrhundert ein.
Bezug zum Lehrplan 21: NMG9.2e, NMG5.3f/TTG3.A.2b, NMG6.3f, NMG9.3c, TTG.2.D1.4b
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Modul 2-5:
7.-9. Klasse: «Menschen und Maschinen. Arbeits- und Alltagsleben der Menschen im 19. Jahrhundert»
Die Schüler/innen tauchen ein in das Leben der Fabrikarbeiter/innen im 19. Jahrhundert, wie es weite Teile der Gesellschaft im Zürcher
Oberland und der ganzen Schweiz prägte. Ausgangspunkt bildet das authentische Areal der ehemaligen Spinnerei und Weberei im Neuthal - heute
das Museum Neuthal.
Bitte wählen Sie aus einem der folgenden Module:
Führung: Während der dialogischen Führung durch die Fabrik und die Sammlung funktionierender Textilmaschinen werden die
Schüler/innen auf eine Zeitreise ins Jahr 1870 mitgenommen. Sie erleben den Arbeitstag eines Kindes, so wie er vor der Einführung des
eidgenössischen Fabrikgesetzes von 1877 hätte sein können. Sinnliche Erfahrungen und Nachdenken über Unterschiede zwischen damals und heute
stehen dabei im Vordergrund.
Atelier: Im Atelier «Spinnen, Weben, Sticken» können sich die Schüler/innen an sechs Stationen im Kardieren, Handspinnen, Zwirnen,
Weben und Sticken üben bzw. neue textile Techniken ausprobieren.
Modul 2 «Industrialisierung im Neuthal» macht Regionalgeschichte am konkreten Beispiel greifbar. Auf der Führung durch die Fabrik
und die Sammlung an Textilmaschinen erfahren die Jugendlichen, welchen Einfluss die Einführung von Maschinen auf das Arbeits- und
Alltagsleben der Menschen im 19. Jahrhundert hatte und wie diese Maschinen funktionieren.
Bezug zum LP 21: RZG5.2c, RZG6.2b, RZG7.1a.
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Führung: Die Schüler/innen besuchen die dialogische Führung für Sekundarstufe I.
Atelier: Für dieses Modul können Sie ein Atelier/Workshop selbst wählen:
Modul 3 «Tatort Textilindustrie - Kleider, Konkurrenz und Kollaps»: In diesem Modul wird der Industriestandort Schweiz in Bezug auf
die Textilindustrie unter die Lupe genommen. Wieso ist man in der Vergangenheit auf die Idee gekommen, Baumwolle in der Schweiz zu
verarbeiten? Und wieso tut man das heute nicht mehr? Woher kommen meine Kleider heute? Und was kann ich zu einem faireren und nachhaltigeren
Konsum beitragen?
Führung: Die Schüler/innen besuchen die dialogische Führung für Sekundarstufe I.
Atelier: Für dieses Modul können Sie ein Atelier/Workshop selbst wählen:
Bezug zum LP 21: WAH1.3a, WAH1.3d, WAH2.1c, WAH2.2b, WAH3.2b
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Modul 4 «Wasserkraft – altes Rezept für die Zukunft?»
Führung: Die Schüler/innen besuchen die dialogische Führung für Sekundarstufe I.
Workshop: Die Schüler/innen besuchen den Workshop «Wasserkraft», in dem die Bedeutung der Wasserkraft für die Energiegewinnung in
der Schweiz behandelt wird. Die Lernenden setzen selbst eine Girard-Turbine in Betrieb – vom Stauen des Wassers, über das Steuern des
Turbinen-Leitsystems bis zum Wasserablass. Parallel dazu machen sie sich anhand von Experimenten Gedanken zur Kraftübertragung und der
Effizienz von Wasserkraftmaschinen sowie die Zukunft dieser Form der Energiegewinnung.
Es werden fast alle Kompetenzen des Kapitels NT4 «Energieumwandlungen analysieren und reflektieren» des LP21 abgedeckt.
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Modul 5 «Geschichte Extra – Forschen im Museum» ermöglicht es, im RZG-Unterricht eine grössere Projektarbeit durchzuführen.
Führung: Die Schüler/innen besuchen die dialogische Führung für Sekundarstufe I.
Workshop: Auf dem selbständigen Rundgang «Spurensuche» gilt es Spuren aus der Vergangenheit und der Gegenwart auf dem Fabrikgelände
ausfindig zu machen. An den jeweiligen Fundorten warten viele Rätsel auf die Schüler/innen. Diese animieren zum Nachdenken über Geschichte –
und was davon in der Bausubstanz abgelesen und interpretiert werden kann.
Bezug zum LP 21: RZG5.2a, RZG5.3a, RZG6.2d, RZG7.1a
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